Wie fange ich Mäuse?

Im Spätherbst, wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, verbringen die Menschen wieder mehr Zeit in den eigenen vier Wänden. Schön warm ist es hier – denkt sich allerdings auch so manches Wildtier, das dem Menschen ins wohlige Heim folgt. Wer sein Schlafzimmer unter der Dachschrägen hat, ein Fertighaus besitzt oder unter einer abgehängten Decke sitzt, der könnte spätestens Ende Oktober erste Trippelschritte und Kratzgeräusche über sich vernehmen. Mäuse suchen eine dauerhafte Bleibe für den Winter und tun es dem Menschen gleich: Sie richten es sich gemütlich ein.

Schnelles Handeln ist geboten

Für den Menschen ist nun allerdings schnelles Handeln geboten. Sind die Mäuse erst einmal in den Zwischenräumen des Gebäudes angekommen und bleiben sie ungestört, beginnen sie sehr rasch mit der Paarung. Sechs- bis achtmal kann ein Weibchen pro Jahr Junge gebären – jeder Wurf bedeutet bis zu acht Nachkommen. Man kann sich leicht ausrechnen, welcher Befall ohne Gegenmaßnahmen bereits nach kurzer Zeit droht.

Der Klassiker für die Mäusejagd

Doch was kann der geplagte Mensch gegen die Nager unternehmen? Zunächst einmal gibt es die recht einfach konstruierte, klassische Schnappfalle. Sobald der ausgelegte oder befestigte Köder bewegt wird, bewirkt eine straff gespannte Feder das Zuschlagen eines Metallbügels. Alternativ gibt es im Handel Plastikfallen mit künstlichem Köder, die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren. In der Regel sind die Mäuse sofort tot. Es wurde allerdings auch schon beobachtet, dass schlaue Nager den Mechanismus der Fallen durch äußerst behutsames Vorgehen austricksen: Der Köder war dann stets verschwunden, doch der Bügel hat nicht zugeschlagen.

Für Zartbesaitete: Die Lebendfalle

Wer die Tötung eines Lebewesens nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, greift eher zur Lebendfalle: Ein Köder lockt die Maus in einen Käfig, die Berührung des Köders lässt die Käfigtür zuschnappen. Die Falle sollte regelmäßig kontrolliert werden, damit eine gefangene Maus nicht doch elendig verreckt. Anschließend empfiehlt es sich, das Tier möglichst weit vom eigenen Heim wegzubefördern, um eine Rückkehr auszuschließen. Voraussetzung für all dies ist jedoch, dass die Maus sich auch wirklich traut, die recht auffällige Konstruktion überhaupt zu betreten.

Die gemeinen Methoden gegen Mäuse

Besonders fies sind Giftköder, die nach der Aufnahme die Blutgerinnung hemmen, eine innere Verblutung auslösen und einige Tage später zum Tode führen. Aber es geht noch gemeiner: Die in Deutschland verbotenen chemischen Mausefallen locken die Opfer mittels einer auf den Boden geklebten Substanz an, die die Maus nach dem Erstkontakt festhält. Je stärker sich die Maus windet, desto mehr wird sie von dem Kleber eingefangen. Es droht ein qualvoller Tod, sofern die Falle nicht sehr regelmäßig kontrolliert und die gegebenenfalls gefangene Maus zügig erlöst wird.

Fazit: Mäuse kann man auf sehr unterschiedliche Weisen fangen, von den zuletzt genannten Möglichkeiten ist aber dringend abzuraten. Erfolgversprechend scheint der Einsatz gleich mehrerer Methoden zu sein, damit sich die Mäuse nicht „spezialisieren“ können und die Fallen umgehen oder austricksen.

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