Die dänischen Ostsee-Inseln

Das Leben der meisten Dänen spielt sich auf den Ostsee-Inseln ab. Auf Seeland befindet sich die Millionenmetropole Kopenhagen, auf Alsen das größte dänische Unternehmen Danfoss und insgesamt verzeichnet die Inselwelt Jahr für Jahr einen wahren Anstrum von Touristen vor allem aus Deutschland. Wir stellen hier die größten Ostsee-Inseln vor und gehen dabei neben den Bereichen Wirtschaft und Geographie vor allem auf kulturelle Sehenswürdigkeiten und weitere touristische Highlights ein.

Seeland

Seeland ist nicht nur eine Insel, sondern zugleich die Bezeichnung für einen Verwaltungsbezirk, der neben großen Teilen der Insel noch drei weitere Inseln umfasst und aus insgesamt 17 Kommunen besteht. Seeland ist mit knapp 7000 Quadratkilometern die größte und mit fast 2,1 Millionen Einwohnern auch die mit Abstand bevölkerungsreichste Insel Dänemarks. Kein Wunder, denn im Osten der Insel befindet sich die Hauptstadt Kopenhagen. Seeland gilt als besonders wohlhabende Region Dänemarks, besonders hoher Umsatz wird mit dem Export von Agrar- und Industriegütern in die Europäische Union erzielt.

Hamlet und Wikinger

Seeland ist dank seiner zahlreichen Sehenswürdigkeiten eines der größten Tourismuszentren des Landes. Landschaftlich bemerkenswert sind im Norden vor allem die Sandstrände, die üppigen Wälder nahe der Wasserlinie und die zahlreichen prunkvollen Schlösser und Herrenhäuser. Hinsichtlich der vielen lohnenswerten Ausflugsziele Kopenhagens sei an dieser Stelle nur auf das alte Rathaus, das Parlament im Schloss Christiansborg und die Oper verwiesen. Daneben sind aber auch die Städte Roskilde und Helsingor attraktive Ziele, die von fast ebenso vielen Touristen wie die Landeshauptstadt besucht werden. Helsingor lockt dabei vor allem mit dem Schloss Kronborg, einem prunkvollen Schloss, das den Handlungsort von Shakespeares Hamlet darstellt, und der Altstadt, die heute immer noch mittelalterlich geprägt ist. Die Seefahrtsgeschichte der Wikinger zieht die Touristen in dem nur 30 Kilometer von Kopenhagen entfernten Roskilde in ihren Bann. Hier wurden im 20. Jahrhundert mehrere Wikingerschiffe in einem Fjordarm entdeckt. Nicht unerwähnt bleiben sollen Dom und Bischofspalast, die durch ihre bauliche Kunst und Gestaltung einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Arrö

Die Insel und Großgemeinde Arrö ist umgeben von Fünen im Norden, Schleswig-Holstein im Süden, Langeland im Osten und Alsen im Westen. Sie ist etwa 30 Kilometer lang und 6 Kilometer breit. Auf Arrö wohnen fast 7.000 Menschen in drei Kleinstädten, in 14 Dörfern und auf diversen Höfen.
Der Hauptort Marstal beheimatet den wichtigsten Hafen der Insel mit mehreren Reedereien und Werften. Ferner befindet sich hier die Seefahrtschule, die im Jahr 2000 von der Bürgerwehr der Insulaner vor der Schließung gerettet wurde. An der nördlichen Spitze Arrös liegt die kleine Ortschaft Soby mit Fischerhafen und Wirtschaftszentrum.

Ohne Brücke

Arrö ist die einzige der großen dänischen Ostseeinseln, die nicht mit dem Festland über eine Brücke verbunden ist. Folglich gibt es nur sehr wenig Durchgangsverkehr und auch sonst hält sich der Straßenverkehr in Grenzen. Die Anreise auf die Insel kann man mit dem Auto ab Sonderborg mit der Fähre bestreiten, die Fahrt dauert etwa eine Stunde und die Fähre legt im Hafen von Soby an.
Die Insel hat auch einen kleinen Flughafen bei Mastral, dieser wird aber nur als Ausgangspunkt für Rundflüge über die südfünische Inselwelt benutzt.

Seit 10.000 Jahren besiedelt

Die hügelige Landschaft eignet sich bestens für lange Wanderungen und ausgedehnte Fahrradtouren. Auch das Badevergnügen kommt auf der Insel nicht zu kurz an den relativ einsam gelegenen Badestränden.
Für Angler ist der Fischerhafen in Soby eine wahre Freude. Künstler lieben die malerische Landschaft und vor allem auch die Stadt Eroskobing mit ihren alten denkmalgeschützten Fachwerkhäusern aus dem 18. Jahrhundert und den engen Gassen. Einen Besuch wert sind auch der Leuchtturm von Skoldanaes, die beiden Inselmuseen, das Vorderup Klint, die älteste Dorfkirche aus dem 12. Jahrhundert und die zahlreichen Hünengräber, die eine eine 10.000jährige Besiedlung bezeugen. Auf dem höchsten Punkt der Insel, dem zentralen Ort Molde, steht die Friedensbank von Erik Brandt. Sie läd dazu ein, beim Blick über die Insel und das weite Meer über den Weltfrieden nachzudenken.

Mon

Die Insel Mon ist 218 Quadratkilometer groß und hat gut 10.000 Einwohner. Der Aborrebjerg ist mit 143 Metern die höchste Erhebung, der größte Ort heißt Stege und am östlichen Rand der Insel liegt die äußerst steile Kreideküste Mons Klint. Auf der westlichen Inselseite befinden sich 119 Hühnengräber, von denen 38 geschützt sind.

Märchenwald

Für Touristen interessant ist beispielsweise der Märchenwald Ulvshale, der durch eine Vielzahl von handgemachten Filzfiguren besticht. Besonders sehenswert ist auch das Schloss Liselund. Es handelt sich hierbei um ein zum Dänischen Nationalmuseum gehörendes Landhaus im klassizistischen Stil, gelegen in einem Landschaftspark englischer Art.
An der nordwestlichen Ecke von Mon, auf der Insel Nyord, liegt inmitten eines Naturschutzgebiets der abgeschiedene Fischerort Nyord. Eine große Anzahl von Vogelarten kann man auf den hiesigen Salzwiesen beobachten. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der 1845 erbaute Leuchtturm Mon Fyr, der Freizeit- und Fischereihafen Klintholm Havn sowie die Kirchen von Elmelunde, Keldby und Fanefjord. Zu sehen gibt es hier Kalkmalereien, die um 1400 von einem Elmelund-Meister geschaffen wurden.

Ideal für Familien

Auf der ganzen Insel kann man Ferienhäuser mieten, besonders beliebt sind jedoch die Strände und Ferienhäuser in Rabylille und Ulvshale. Hier bieten sich auch Shopping- und allerlei Freizeitmöglichkeiten. In Ulvshale Skov gibt es den größten von mehreren Campingplätzen der Insel und nebenan auch einen wunderschönen Wald, der unter Naturschutz steht und trotzdem zahlreiche Ferienhäuser beherbergt. Die Strände eignen sich besonders gut für Familien mit Kindern, da die Wasserqualität ausgezeichnet und das Wasser eher seicht ist. Außerdem gibt es eher selten hohe Wellen. 6 Kilometer von Ulvshale entfernt befindet sich übrigens ein 18-Loch-Golfplatz. Erreichen kann man die Insel Mon mit der Fähre oder auf der Straße über Dämme und Brücken.

Langeland

Langeland liegt in der Region Syddanmark und hat insgesamt rund 13.340 Einwohner.
Die Insel ist ein wahres Naturparadies mit vielen einsamen Buchten, Mischwäldern und weiten Feldern. Langeland beherbergt mehrere Gemeinden mit kleinen Hafen- und Landorten und auch einigen größeren Handelsstädten. Die Touristensaison beschränkt sich nicht nur auf die Sommermonate, denn auch zu der kühleren Jahreszeit ist es lohnenswert, Langeland zu erkunden. Dementsprechend existiert eine Vielzahl an ganzjährlich zu mietenden Ferienwohnungen und Ferienhäusern.

Einsame Buchten

Die Küste von Langeland ist 120 Kilometer lang und besitzt einige der schönsten Strände Dänemarks. Es gibt etwa 30 Strandabschnitte, teilweise mit einsamen Buchten. Die Badebuchten sind im Norden zum Teil von Wald umgeben, im Süden hingegen findet der Urlauber Steilküsten und lange Sandstrände vor.

Jagdtrophäen von Tom Knudsen

Auf Langeland gibt es einige Sehenswürdigkeiten, dazu zählt auch das Tom Knudens Safari Museum in der Nähe von Lohans. Hier können Jagdtrophäen von Tom Knudsen bewundert werden. Die Tranekaer Schlossmühle ist noch heute in Betrieb und wird zum Mahlen von ökologischem Mehl genutzt. Das Seefahrermuseum Oehavets zeigt die Geschichte der Seefahrt im Inselmeer. Es werden unterschiedliche Boote und archäologische Ausgrabungsfunde ausgestellt. Naturliebhaber können an der Südspitze von Langeland Wildpferde beobachten. Das Gebiet, in dem sich die Pferde befinden, ist ein Naturschutzprojekt. Die Pferde leben das ganze Jahr draußen und nutzen die Strandwiesen zum Abweiden.
Besonders interessant ist das Langelandsfort. Das militärische Fort wird als Museum genutzt und wurde 1993, nach der Schließung des Forts, eröffnet. Hier kann der Besucher Kanonen, Mannschaftsräume, Militärflugzeuge und Lagerräume für Granaten besichtigen.

Langelandsfestival als Höhepunkt

Die Insel eignet sich hervorragend für einen Angelurlaub. Es können Boote angemietet werden oder der Urlauber nutzt geführte Angeltouren. In den Put- und Take-Teichen können Forellen geangelt werden, bei der mobilen Fischerei sind es Meerwasserforellen, Plattfisch oder Dorsch.
So existieren viele Galerien und Kunsthandwerke. Der Höhepunkt in jedem Jahr ist das Langelandsfestival. Bei diesem Fest treten viele Künstler auf, es gibt reichlich Unterhaltung und Musik.

Fünen

Die Insel Fünen, zu Dänisch Fyn, ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen, die ihren Urlaub kulturell und aktiv verbringen möchten. Mit seinen zahlreichen Freizeitangeboten zieht die beliebte Ferieninsel immer mehr Besucher in seinen Bann.
Hinter Seeland und Vendsyssel-Thy ist Fünen mit einer Gesamtfläche von zirka 3.000 Quadratkilometern die drittgrößte Insel Dänemarks. Die Ostseeinsel liegt geografisch gesehen etwa zentral von Dänemark und gliedert sich in 3 Zonen, bestehend aus der Küsteregion, dem ebenen Inland sowie großen Waldgebieten. Gegenwärtig leben in etwa 453.000 Einwohner auf Fünen. Die größte Stadt der Insel und zugleich drittgrößte Stadt Dänemarks trägt den Namen Odense. Odense hat eine Einwohnerzahl von 166.000 und ist der wirtschaftliche sowie kulturelle Mittelpunkt der Insel. Die Stadt bietet den Besuchern neben Museen und Ausstellungen auch zahlreiche Bauwerke, die meist im gotischen Stil gehalten sind.

Eine Märcheninsel mit moderner Brücke

Fünen wird von Besuchern und Touristen auch liebevoll als Märcheninsel bezeichnet, sie ist für Genießer und Kulturliebhaber ein wahrer Magnet. 123 Schlösser, interessante Museen sowie zahllose Konzerte und Festivalveranstaltungen lassen das Herz von Touristen höher schlagen. Die Unterbringung und Verpflegung der Touristen wird durch unzählige Gasthöfe, Hotels sowie Ferienhäuser sichergestellt.
Die Insel steht durch komplizierte Brücken- und Tunnelsysteme mit Seeland, Jütland und Langeland in Verbindung. Erwähnenswert ist vor allem die 6,8 Kilometer lange Ostbrücke, die sich über die Schifffahrtsroute am Großen Belt spannt und mit Ihrer Spannweite die größte Hängebrücke Europas ist. Des Weiteren ist Fünen durch Fährverbindungen von den südlichen Inseln Ero und Lyo aus erreichbar.

Vom Wasser weg und wieder zurück

Die ältesten Aufzeichnungen von Bewohnern der Insel gehen in das Jahr 1085 nach Christus zurück. Aufgrund reicher Fischbestände an den Küsten befanden sich dort auch die ersten Siedlungen. Die Siedler zogen sich im Laufe der Jahre ins Landesinnere zurück, da die Dörfer an den Küsten leichter Angriffspunkt für Feinde waren. Später wurden die Küstengebiete durch Befestigungen gesichert, was zu einer erneuten Siedlungswelle in Küstennähe führte. Insbesondere Fischer siedelten sich auf den nahegelegenen kleinen Inseln und auf Landzungen an. In der späteren geschichtlichen Entwicklung war Fünen seit dem Mittelalter in Lehnsdistrikte eingeteilt. Im 20. Jahrhundert hingegen bestand die Insel nur noch aus den Ämtern Odense und Svendborg, die dann ab 1970 zusammengelegt wurden.

Falster

Die dänische Insel Falster beherbergt auf ihren 514 Quadratkilometern mehr als 43.500 Einwohner. Ein Drittel davon lebt in der westlichen Hafenstadt Nykobing. Hier haben sich verschiedene Wirtschaftszweige wie beispielsweise Agrarhandel, Maschinen- und Lederindustrie angesiedelt.

Erreichbar auf vielen Wegen

Der Guldborgsund ist ein schmaler Gewässerstreifen, der Falster von seiner Nachbarinsel Lolland trennt. Außerdem verbindet er Smalandsfahrwasser im Norden und die Mecklenburger Bucht im Süden. Der Nordteil wird aufgrund seiner Wassertiefe als Schiffstrasse genutzt. Unter dem Guldborgsund verläuft ein Tunnel, durch den die Europastrasse 47 als infrastrukturelle Verbindung zu Lolland führt. Die insgesamt 290 Kilometer lange Strecke der E47 verbindet Deutschland, Dänemark und Schweden. Oberhalb des Gewässers gibt es auch die Möglichkeit, über eine Strassenbrücke oder eine Eisenbahnbrücke von Insel zu Insel zu kommen. Die bekannte König-Fredericks-Klappbrücke, die bereits 1963 gebaut wurde, stellt hier das Tor zur Nachbarinsel dar.

Viel Geschichte

Auf Falster finden sich zahlreiche Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert. So auch das um 1700 erbaute Zarenhaus, welches seinen Namen dem Aufenthalt des Zaren Peter der Große verdankt. Sehenswert ist auch die Klosterkirken, eine gotische Kirche, die dem damaligen Franziskanerkloster gewidmet wurde. Ein historischer Spaß für die ganze Familie ist das Freiluftmuseum für gelebte Geschichte im Ortsteil Sundby auf Lolland. Hier kann ein nachgebildetes Mittelalterdorf besichtigt werden. Ritterspiele, handwerkliche Vorführungen und kulinarische Köstlichkeiten runden das Angebot ab.

Ein wahrer Familienstrand

Die Insel bietet für Erholungssuchende eine Vielzahl von Übernachtungsmöglichkeiten. Beliebt sind die landestypischen kleinen Sommerhäuser. Aber auch Hotels in verschiedenen Kategorien sind buchbar. Ein bekannter lebhafter Ferienort ist Marielyst. Ein langer, feiner und flachabfallender Sandstrand mit Dünen im Hinterland bietet viele Möglichkeiten für die ganze Familie. Im Ferienort laden zahlreiche Geschäfte, Bars und Cafés zum Bummeln und Verweilen ein. Wer es lieber etwas ruhiger mag sollte auf den Ferienort Gedesby im Süden Falsters zurückgreifen. Hier ist der Strand genauso schön.
Auch einem Urlaub mit Hund steht hier nichts im Wege. Hundebesitzer können Ihrem vierbeinigen Liebling in einem eingezäunten Hundeauslaufgebiet in Botoskoven Auslauf verschaffen.

Bornholm

Bornholm liegt im Osten Dänemarks, rund 80 Kilometer von Rügen entfernt. Die 39.570 Einwohner der Insel leben etwa 588 Quadratkilometern und erfreuen sich über eine 158 Kilometer lange Küste. Die Insel Bornholm kann im Allgemeinen als eine leicht wellige Hügellandschaft beschrieben werden, wobei die höchste Stelle, der Berg Rytterknægten, 162 Meter misst.

Einige Bäume gibt es noch

Der größte Teil der Flora auf der Insel besteht aus Rotbuchen. Auf diversen Felsen sind jedoch auch Buchen und Eichen vorzufinden. In den zahlreichen Schluchten findet man überwiegend Ahorn, Eschen und Ulmen. Im Allgemeinen gibt es jedoch aufgrund der massiven Abholzung für den Schiffbau nur einen geringen Baumbestand. Die Landschaft ist geprägt von Ackerland für das Vieh und Moorlandschaften – Heimat für zahlreiche Enten, Hasen, Igel und Rehe. Noch immer leben übrigens zahlreiche Einwohner von Fischerei und Landwirtschaft.

Feinster Sandstrand

Bornholm ist bei Touristen vor allem wegen der zahlreichen schönen Wander- und Radwege beliebt – und selbstverständlich auch wegen der Strände. In Dueodde befindet sich einer der feinsten Sandstrände der gesamten Ostsee. Einen Besuch wert sind die Museen (Bornholms Kunstmuseum, Natur Bornholm), die vielen Glasbläsereien und die anderen kunsthandwerklichen Produktionsstätten. Wer es lieber sportlich mag, findet Möglichkeiten zum Golfspielen, Klettern und Reiten.

Alsen

Mit ihrer Hauptstadt Sønderborg zählt die 321 Quadratkilometer große Insel Alsen zu den beliebtesten dänischen Urlaubsregionen. Durch ihre Lage an der Flensburger Förde, die sie im südlichen Teil umgibt, sowie des Alsensunds im nördlichen Teil, ist sie schnell via Auto oder Fähre zu erreichen, sodass sie sich auch hervorragend für Kurztrips oder Wochenendausflüge eignet.

Idylle und High Tech

Mit über 50.000 Einwohnern ist Alsen aber trotz der idyllischen Kleindörferlandschaft, in der man noch viele alte Kirchenställe und Bauernhöfe findet, eine der wirtschaftlich sowie touristisch attraktivsten Inseln Dänemarks. Dabei spielen sowohl die kilometerlangen Sandstrände, die teilweise sogar ans Zentrum angegliedert sind, als auch die vielen malerischen Häfen, Schlösser und Baudenkmäler eine wichtige Rolle, da sie der sonst vorwiegend von Landwirtschaft und Fischerei lebenden Bevölkerung zusätzliche Einnahmen verschaffen, mit der die Insel ihre Infrastruktur zwischen den zumeist kleineren Fischerdörfern verbessern kann. Und auch immer mehr Boutiquen, Restaurants und größere Geschäfte finden sich in den von Urlaubern besuchten Städten, wie beispielsweise Sønderborg im Süden der Insel oder in Nordborg, das im Norden von Alsen liegt und Firmensitz der größten dänischen Firma Danfoss mit angegliedertem technologischen Erlebnispark ist. Beide Städte gelten als touristische Zentren, in denen die meisten Aktivitäten und Ausflüge organisiert werden und in denen man die meisten Unterkunftsmöglichkeiten findet.

Größte funktionstüchtige Sonnenuhr Europas

Während man in den größeren Städten also eher auf touristenorientierte Attraktionen stößt, erlebt man im Umland noch das einfache Leben der Bauern und bemerkt die alten Gebäude, die von der Geschichte Dänemarks erzählen. So findet man im beschaulichen Städtchen Vibaek beispielsweise die letzte erhaltene Wassermühle der Insel, die samt Anlage an einem von der Kirche geweihten Bach erbaut wurde oder eine wahre Bußkirche in Kegnaes, von der die Sage erzählt wird, man hätte sie nach der Hinrichtung mehrerer Bauern nach einem vermeintlichen Diebstahl erbaut, um so einer Strafe im Jenseits zu entkommen. Wer noch mehr über die Geschichte Dänemarks und der Region erfahren möchte, der kann sich im dänisch-deutschen Museum von Dybbøl über die Kriege Dänemarks informieren und gleichzeitig die Tapferkeitsmühle besichtigen. Noch mehr Kultur findet man in Elstrup mit der letzten erhaltenen, aber ungenutzten, gänzlich in Holz erbauten holländischen Mühle sowie in Fynshavvej mit der größten, voll funktionstüchtigen Sonnenuhr Europas. Hat man dann genug von der Geschichte und Kultur Alsens erlebt, kann man den Tag schließlich bei einem Spaziergang durch die Parks barocker Schlösser oder beim Angeln ausklingen lassen.

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