Die Baleareninsel Mallorca im Überblick

Sie fliegen mal wieder nach Mallorca, um sich tagsüber am Strand die Sonne auf den Bauch brutzeln zu lassen und sich nachts ausgiebig ins Partyleben zu stürzen? Das ist schön für Sie, doch möchten Sie sich nicht beim nächsten Smalltalk über Urlaubserlebnisse auch als Kenner der Insel profilieren und Ihren Gesprächen zumindest ein wenig Tiefgang verleihen? Zu diesem Zweck haben wir im Folgenden ein paar wichtige Informationen zu Geographie, Wirtschaft, Tourismus und Kultur zusammengestellt.

Mallorca ist die „größere Insel“

Mallorca liegt im westlichen Mittelmeer und gehört zu den Balearen. Sie ist rund 170 Kilometer vom spanischen Festland entfernt und bildet mit weiteren nahe gelegenen Inseln eine eigene spanische autonome Gemeinschaft. Auf Mallorca liegt auch die Hauptstadt der Balearen, nämlich Palma. Mit einer Fläche von über 3.600 Quadratkilometern ist sie die größte balearische Insel, was sich auch im Namen „Mallorca“ widerspiegelt. Der Name leitet sich aus dem Lateinischen „insula maior“ ab und bedeutet „die größere Insel“. Mit über 800.000 Einwohnern und einer Menge Touristen jedes Jahr ist Mallorca eine recht dicht besiedelte Insel und zudem beliebtes Touristenziel. Obwohl Katalanisch und Spanisch die Amtssprachen der Insel sind, funktioniert die Verständigung auf Englisch auch sehr gut.

Naturräume

Mallorca besitzt drei weitläufige Naturräume, die allesamt von Norden nach Süden verlaufen. Im Nordwesten der Insel erstreckt sich das Kettengebirge Sierra de Mallorca mit dem Puig Mayor. Das Gebirge ist vorwiegend aus verschiedenen Kalkschichten aufgebaut, stark zerklüftet und fällt an der Küste steil ab. Der Naturraum Llanura del Centro ist überwiegend eben und wird bevorzugt für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. An diesen Naturraum grenzen im Süden die Bucht von Palma und im Norden die Buchten von Alcudia und Pollensa. Der dritte Naturraum ist die kalkreiche Sierra de Levante, die durch viele Höhlen bekannt geworden ist.

Tourismus als wichtigster Wirtschaftszweig

Der Tourismus bringt seit Jahrzehnten das meiste Geld nach Mallorca – lange Küstenabschnitte sind mit großen Hotelanlagen gepflastert.
Besuchten 1960 noch etwa vierhunderttausend Menschen die spanische Insel, so waren es im Jahrzehnt vor der Pandemie bis zu 10 Millionen. Davon kam übrigens mehr als ein Drittel aus Deutschland. Nun gibt es natürlich nicht nur die typischen Hotelangestellten, die sich an der Rezeption um die Belange der Gäste kümmern oder die Zimmer reinigen. Auch viele meist gar nicht wahrgenommene Jobs wie Köche und sonstiges Küchenpersonal sind fester Bestandteil der Tourismusbranche. Neben den im Hotel verfügbaren Arbeitsplätzen gibt es auch viele außerhalb der Hotels: Flughafenpersonal, Taxifahrer oder auch die Servicekräfte in den Imbissen und Diskotheken.

Weitere Wirtschaftssektoren

Neben dem Tourismus, der die weitaus größte Anzahl an Arbeitsplätzen (75 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse) bietet, zählt die Landwirtschaft zur weiteren großen Einnahmequelle der Insel. Zehn Prozent der erwerbstätigen Mallorquiner arbeiten in dieser Branche. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche macht drei Viertel der gesamten Fläche Mallorcas aus. Angebaut werden vor allem Kartoffeln, Mandeln, Melonen, Fenchel und Wein. Zudem verdienen sich noch immer recht viele Inselbewohner ihren Lebensunterhalt in der Fischerei. Der letzte große Wirtschaftssektor ist der Bau, in dem etwa 10 Prozent aller Arbeitnehmer tätig sind. Aus ökonomischer Sicht zu vernachlässigen ist hingegen der Abbau von Marmor und Kohle.

Kunst und Kultur

Die Ur-Insulaner lieben ihre Folklore. Bolero, Copeo, Jota und Mateix sind beliebte, seit Generationen weitergegebene Volkstänze. Bewundern kann man diese in den ortsansässigen Folkloregruppen, die mit ihrer Musik, den Tänzen und Trachten auf keiner Fiesta fehlen dürfen.
Mallorca ist bekannt für seine umfänglichen musealen Ausstellungen. Archäologische Funde, Gemälde, Mobiliar und figurative Kunst bietet das Museo de Mallorca. Eine Ausstellung, die sich mit der mittelalterlichen Kunst, Krippen aus Neapel sowie zeitgenössischen Skulpturen befasst, findet man im Fundación Bartolomé March. Gemälde mallorquinischer Maler bewundert man im ehemaligen Gran Hotel, Skulpturen und Plastiken von berühmten Künstlern wie Rodin und Dali im Park des Palacio March. Auch ein Abstecher zum alten Herrenhaus Els Calderes sollte in Erwägung gezogen werden, denn die mallorquinische Kultur spiegelt sich auch in ihren Sehenswürdigkeiten und Denkmälern wieder. Nicht zu übersehen ist die im Zentrum der Inselhauptstadt vorwiegend im gotischen Stil erbaute Catedral de Palma de Mallorca. Zu den schönsten Gebäuden der Insel gehört zweifellos auch die alte Warenbörse Lonja de Palma.
Zu einem Picknick lädt die Wallfahrtsanlage Petra mit ihrem atemberaubenden Ausblick ein.

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